3. Trainingslauf | Holger Grossmann | 23-4-2012 @ 21:06 |
April, April, der macht was er will. Unter diesem Motto stand unser dritter Trainingslauf, der diesmal leider nur mit drei Spätzle statt. Bevor wir überhaupt das Haus verließen schüttete es erst Mal so
richtig. In Christian keimte die Hoffnung auf, heute doch nicht laufen zu dürfen. Aber nix da. Raus ging's und schon spickelte die Sonne durch. Von Markdorf ging es leicht Berg auf nach Möggenweiler und Richtung Gangenweiler. Schon auf diesen knapp acht Kilometer wechselten sich Regen, leichter Hagel und Sonne ab. Jacke an und aus - an und aus. Zur Entschädigung hatten wir einen tollen Blick auf den Bodensee. Weiter ging es nach Urnau, ein kleiner Ort im Deggenhauser Tal. Auf einmal
waren viele Erinnerungen da, als die Running Spätzle am Gasthaus Löwen vorbei kamen. Die männlichen Spätzle hatten in jungen Jahren an Samstagabenden dort drinnen bei Livemusik und der einen oder anderen ähm, Cola, viel Spaß. Weiter ging es die Rotach hinauf, einem kleinen Flüsschen, das bei Friedrichshafen in den Bodensee mündet. Irgendwo versteckt im Wald ging ein schmaler Pfad steil den Berg hinauf. Entlang eines tief eingeschnittenen Tobels ging es Richtung Unterhomberg. Auf dem Weg dorthin mussten wir uns eines Hundes erwehren, dem der Besuch beim Hundetrainer sicher nichts geschadet hätte. Kurz darauf flogen uns die Golfbälle um die Ohren. Nach 2,5 Kilometer erreichten wir mit heißen Sohlen den Höchsten (837 Meter), über den die Rhein-Donau Wasserscheide verläuft. Ein wunderbarer Aussichtspunkt auf das Deggenhauser Tal, auf über 160 Alpengipfel und natürlich auf unseren geliebten See. Eigentlich hatten wir nur eine kleine Rast
eingeplant. Aber eine üble dunkle Wand schob sich auf uns zu und trieb uns widerwillig
in den Berggasthof Höchsten, wo wir uns bei Cappucchino und leckerer Schwarzwälder stärkten. Kurz darauf war der Spuk auch schon vorbei. Wir warfen unsere Rucksäcke auf den Rücken und dann ging es erst einmal hinunter Richtung Roggenbeuren. Auf der anderen Seite grüßte schon der Gehrenberg mit seinen 754 Metern. Für die Bergsteiger unter uns: Die Dominanz, der Abstand des Gipfels zum nächsthöheren Geländepunkt bei Wahlweiler am Höchsten, beträgt 7,4 Kilometer. Vom Fuße von Roggenbeuren ging es wieder 250 Hm nach oben. Nachdem wir den höchsten Punkt passiert hatten kamen wir am Aussichtsturm des Gehrenbergs vorbei. Unverständlicher Weise hatte keiner von uns Lust, den 30 Meter hohen Turm zu besteigen. Stattdessen zog es uns in die Stadt. Um Schlag
19 Uhr erreichten wir unser Auto. Die Bilanz des Tages: 39,4 km, 1.178 Hm im Aufstieg.
Gehzeit 8.45 – Pausen und Kleiderwechsel 1 Stunde. Fazit: Der Harz kann kommen.
Das nächste Mal sind die Spätzle wieder komplett am Start inklusiv unserer Ersatzläufer Kathi und Marcus!
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